Daedalic auf der Gamescom – Hordeguard & neue Spiele

Daedalic auf der Gamescom: Das neue Line-up mit Hordeguard, Surviving Deponia und mehr!

TL;DR: Wir waren für euch auf der Gamescom unterwegs und haben im Business-Bereich am Stand des game-Verbands tief in die kommende Spiele-Offensive von Daedalic Entertainment geblickt. Unser absolutes Messe-Highlight? Eindeutig Hordeguard: Winds of the North! Der rasante Genremix aus 3D-Tower-Defense und Hack-and-Slay hat uns mächtig beeindruckt (der erste Steam-Playtest läuft bereits!). Doch auch abseits der Wikingerschlachten gab es handfeste Überraschungen: Das gemütliche 3D-Puzzle Woodo erscheint im September samt gratis Upgrade für die Switch 2, Ghost Haunting bringt herrliche LucasArts-Vibes inklusive deutscher Sprachausgabe in die Eifel und Surviving Deponia glänzt durch ein überarbeitetes Hotspot-System sowie die Rückkehr geliebter Originalsprecher. Obendrauf gab es spannende Updates zu Barotrauma, Star Trek: Voyager und dem unheimlichen Handy-Horror The Curse of the Crimson Stag.

Abseits des tobenden Trubels in den großen Publikumshallen bot uns der Termin in Halle 4.1 die perfekte Gelegenheit, die Neuausrichtung des Hamburger Traditionshauses Daedalic Entertainment genau zu analysieren. Zum zwanzigjährigen Jubiläum zündet der Publisher ein echtes Feuerwerk an Genre-Vielfalt. Parallel zu unseren Vor-Ort-Eindrücken wurden alle Neuheiten im Rahmen des digitalen Formats „Daedalic Days“ der Öffentlichkeit präsentiert. Wer den Stream verpasst hat, findet die Aufzeichnung bequem auf oder bei Twitch.. Alternativ könnt ihr alle Highlights kompakt auf der eigens eingerichteten Steam event page. durchstöbern.

Hordeguard: Winds of the North – Wikinger-Action trifft Festungsbau

Ganz klar: Bei den Gameplay-Demonstrationen zog Hordeguard: Winds of the North die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Entwickelt von Black Deer Games – einem Studio, dessen Gründer auf jahrelange Erfahrung bei Branchenriesen wie Blizzard und Activision zurückblicken – erwartet euch hier ein unglaublich packender Mix. Wenn ihr den Überraschungshit Thronefall mochtet, werdet ihr das Konzept lieben, denn die Entwickler reichern diese Basis mit intensiver Nahkampf-Action, ausgeklügelten RPG-Mechaniken und spannenden Erkundungsphasen an.

Der Gameplay-Loop hält euch ständig auf Trab: Während die Angriffe mythischer Bestien aus der nordischen Sagenwelt drohen, müsst ihr eure schützende Siedlung verlassen, um lebenswichtige Ressourcen wie Holz und Erz zu sammeln. Hier greift eine fantastische Risiko-Belohnungs-Mechanik: Je weiter ihr euch in die Wildnis wagt, desto fetter die Beute – aber wehe, ihr schafft es nicht rechtzeitig zurück zur Mauer! Mit eurer Ausbeute zieht ihr anschließend Wälle hoch, baut Schützentürme und verbessert Produktionsgebäude.

Anstatt eure Einheiten nur wie in einem klassischen Echtzeit-Strategiespiel aus der Distanz zu befehligen, stürzt ihr euch selbst mitten ins Getümmel. Ihr schwingt die Streitaxt, weicht geschickt aus und feuert Spezialangriffe ab. Durch gewonnene Erfahrungspunkte schaltet ihr modulare Upgrade-Karten frei, um eure Figur ganz nach eurem Spielstil anzupassen – egal ob als unaufhaltsamer Tank an der Front, blitzschneller Damage-Dealer oder kluger Baumeister, der Verteidigungsanlagen repariert und KI-Wächter bufft.

Doppelter Spaß im lokalen Koop-Modus

Ein massives Highlight ist der Zwei-Spieler-Modus. Ihr könnt Hordeguard nativ im lokalen Splitscreen oder online via Remote Play Together zocken. Das erfordert echtes Teamwork und ermöglicht großartige taktische Aufteilungen. Hier ist der strategische Aufbau auf einen Blick:

  • Echtzeit-Kampf: Direkte Action mit Hiebwaffen, Ausweichrollen und Fertigkeiten. Euer Held dient als mobiler Wellenbrecher direkt am Brennpunkt der Schlacht.
  • Basenbau & Logistik: Ihr baut Ressourcen ab und errichtet Mauern sowie Kaserne, um feindliche Laufwege clever zu kanalisieren.
  • RPG-Progression: Zufällige Upgrade-Karten bei jedem Levelaufstieg lassen euch flexible Klassen-Builds kreieren.
  • Zwei-Spieler-Koop: Perfekte Aufgabenverteilung am Tag (einer farmt, einer baut) und gemeinsame Schildmauer-Verteidigung in der Nacht.
  • Vielfältige Herausforderungen: Fünf unterschiedliche Biome, heftige Bossmonster, anpassbare Schwierigkeits-Modifikatoren und ein Endlosmodus sorgen für enormen Wiederspielwert.

Macht euch am besten selbst ein Bild und schaut in den offiziellen Hordeguard: Winds of the North | Announcement Trailer. Wer direkt loslegen will, kann den aktuell laufenden Playtest via Steam ausprobieren.

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Woodo: Gemütliche Dioramen-Bastelei fürs Herz

Braucht ihr nach dem Wikinger-Gemetzel etwas Entspannung? Dann ist Woodo vom Studio Tiny Monks Tales genau das Richtige. Das 3D-Rätselspiel fängt den nostalgischen Charme von handgeschnitztem Holzspielzeug perfekt ein. Ihr dreht und wendet wunderschöne Dioramen, sucht nach versteckten Bauteilen und setzt diese an der richtigen Stelle ein. Ist ein Bereich komplett, erwacht er farbenfroh und mit niedlichen mechanischen Animationen zum Leben.

Die herzerwärmende Story dreht sich um das Mädchen Foxy und ihren Frosch-Kumpel Ben, großartig untermalt von einer vollwertigen Vertonung in acht Sprachen. Wir haben auch endlich ein Release-Datum: Am 16. September 2026 geht es auf PC, PS5, Xbox Series X|S und Switch los. Ein genialer Move für Nintendo-Fans: Wer die aktuelle Switch-Version kauft, bekommt später ein kostenloses Upgrade auf die Nintendo Switch 2! Wer sich den fantastischen Soundtrack sichern will, sollte zur Endless Summer Edition greifen.

Ghost Haunting: Die Eifel ruft im feinsten LucasArts-Stil

Was wäre Daedalic ohne großartige Point-and-Click-Adventures? Mit Ghost Haunting von den Kölner Three Headed Monkey Studios erwartet uns eine waschechte Liebeserklärung an die 90er-Jahre. Freut euch auf charmante Pixel-Art, klassische Inventar-Rätsel und wunderbar trockenen Galgenhumor.

Die Story ist herrlich skurril: Die achteinhalbjährige Gigi will das Reich der Toten öffnen, um ihre geliebte Oma zurückzuholen. Begleitet wird sie dabei von Baron Butternut, einem dämonischen Kürbis. Das Ganze spielt in einer herrlich verrückten Version der deutschen Eifel. Wir konnten auf der Messe erstmals in die Vertonung reinhören und waren begeistert – die deutschen und englischen Sprecher fangen den Vibe perfekt ein. Der Release ist für Anfang 2027 geplant.

Surviving Deponia: Mehr Lore dank neuem Hotspot-System

Dass Surviving Deponia das wohlbekannte Adventure-Universum mutig in eine postapokalyptische Survival-Kolonie-Simulation verwandelt, ist längst bekannt. Auf der Messe wurde uns nun gezeigt, wie das Entwicklerteam das Feedback der Community umsetzt. Das brandneue Hotspot-System sticht dabei besonders hervor: Klickt ihr in der Schrottlandschaft herum, sammelt ihr nicht nur Rohstoffe. Stattdessen triggert ihr serientypisch bissige Dialoge und erfahrt spannende Details zur Hintergrundgeschichte der Welt.

Nostalgie pur gibt es bei der Sprachausgabe: Monty Arnold (deutsch) und Kerry Shale (englisch) sind in ihren ikonischen Rollen zurück! Der Playtest ist aktuell wieder offen und weitere Tests mit frischen Gebieten sollen bald folgen.

Hier mehr in unserem Artikel:

Von Tiefsee bis Weltraum: Barotrauma, Star Trek & Mystery-Horror

Das Portfolio hielt hinter verschlossenen Türen noch mehr Überraschungen bereit. Trekker können aufatmen: Das Entwicklerstudio gameXcite bringt für Star Trek: Voyager – Across the Unknown einen DLC rund um das Schwesterschiff U.S.S. Equinox. Clever gelöst: DLC-Besitzer kommandieren die Equinox, während alle anderen die neuen Story-Inhalte gratis auf der Voyager erleben. Am 8. September (Star Trek Day) erscheint zudem das massive Update 2.0 samt „Delta Continuum“ und den fiesen Prüfungen von Q.

Die Tiefsee-Experten unter euch sollten den Herbst 2026 im Kalender markieren, denn dann erscheint die Barotrauma: Home & Harbor Expansion. Ihr dürft endlich eigene Außenposten errichten, eine dynamische Wirtschaft managen und euch mit der neuen, kybernetischen Fraktion der „Descendants“ anlegen.

Für wohligen Grusel sorgt The Curse of the Crimson Stag. Dieses narrative Folk-Horror-Abenteuer versetzt euch ins Whiteroot Hotel der frühen 2000er. Das Besondere: Ihr steuert das Geschehen maßgeblich über ein Ingame-Handy, lest SMS und entscheidet punktgenau, wann ihr wichtige Anrufe tätigt.

Fazit

Unser Fazit nach den Terminen auf der Messe? Daedalic hat sich als Publisher für vielversprechende internationale Indie-Projekte beeindruckend gut aufgestellt. Egal ob ruhige Knobelei, derbe Wikinger-Action oder gnadenloses Survival – hier ist für jeden Spielertyp etwas dabei.

Daedalic auf der Gamescom – Hordeguard & neue Spiele

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