Verantwortung im Rampenlicht: Wie sich die gamescom für Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Demokratie starkmacht
TL;DR: Die wichtigsten Nachhaltigkeits- und Inklusions-Updates
- Bessere Zugänglichkeit: Neue, erweiterte Accessibility Guidelines und verschärfte Selbstverpflichtungen zwingen Aussteller zu mehr Barrierefreiheit an den Ständen.
- Verstärkte Awareness: Ein neuer Schalter im Bereich Nord und ein vergrößertes Team optimieren das bewährte Safer-Space-Konzept.
- Gegen Lebensmittelverschwendung: Eine frische Kooperation mit der Kölner Tafel e. V. rettet übrig gebliebenes Stand-Catering.
- Ausbau von Trash Galore: Auch Aussteller können nun Baumaterialien spenden – im Vorjahr wurden so bereits über 2,2 Tonnen Müll vermieden.
- Speedrunning für den guten Zweck: Das Event Games Done Quick (GDQ) feiert Europa-Debüt und sammelt Spenden für die Initiative „Gaming for Democracy“.
Als unangefochtenes weltweites Megaevent der Gaming-Kultur zieht die Kölner Messe alljährlich Millionen Fans und die gesamte internationale Branche an. Doch mit dieser gigantischen Reichweite geht auch eine enorme gesellschaftliche Verantwortung einher. Unter den bekannten Initiativen gamescom cares und gamescom goes green bündeln die Veranstalter ambitionierte Maßnahmen für Inklusion, Umweltschutz und ein respektvolles Miteinander. Für das anstehende Event wird dieses Engagement massiv ausgeweitet – von handfesten Regeln für den Standbau bis hin zu handfesten Spendenaktionen für unsere demokratischen Werte.
Mehr Barrierefreiheit: Neue Richtlinien für zugänglichere Messestände
Die Messehallen sollen für ausnahmslos jeden Fan zu einem großartigen Erlebnis werden. Aus diesem Grund greifen verschärfte Accessibility Guidelines. Diese Leitfäden wurden gemeinsam mit dem Netzwerk Barrierefreies Gaming entwickelt und bieten den ausstellenden Unternehmen eine praxisnahe Hilfestellung, um Inklusion von Anfang an in ihre Standkonzepte einzuplanen.
Die bisherige Selbstverpflichtung, die einen stufenfreien Zugang zur Standfläche vorschreibt, wird erweitert: Aussteller müssen nun zwingend transparente Hinweise darauf geben, wie barrierefrei ihre jeweiligen Angebote vor Ort sind. Die Richtlinien decken verschiedene Bedürfnisse ab und bieten konkrete Ratschläge für:
- Die Gestaltung barrierefreier Warteschlangen und Anspielstationen.
- Spezielle Rückzugsangebote für Besucher.
- Hilfestellungen bei sensorischer Überforderung (Reizüberflutung).
Zusätzlich wird die Navigation auf dem Gelände optimiert: Der offizielle Standortfinder listet künftig detaillierte Barrierefreiheits-Infos auf, und das Kontingent an vorab reservierbaren Rollstühlen wurde spürbar aufgestockt.
Sicherheit und Wohlbefinden: Ausbau der Awareness-Maßnahmen
Damit sich jeder Gast auf dem Gelände rundum sicher fühlen kann, wird das bewährte Awareness- und Safer-Space-Konzept ausgebaut. Ein komplett zusätzlicher Awareness-Schalter im Eingangsbereich Nord dient als neue Anlaufstelle. Zudem wurde das Team vor Ort personell vergrößert, um im Bedarfsfall noch schneller und effektiver unterstützen zu können. Die etablierten Angebote wie geschützte Ruheräume sowie die digitale Kontaktaufnahme über den Service „Saferspaces“ bleiben selbstverständlich vollumfänglich bestehen.
Grüner wird’s nicht: Kooperationen mit der Kölner Tafel und Trash Galore
Beim Thema Ressourcenschonung setzen die Veranstalter auf starke lokale Partnerschaften. Ganz neu ist die Zusammenarbeit mit der Kölner Tafel e. V.: Ausstellende Firmen können überschüssige Lebensmittel aus ihrem Stand-Catering am Ende eines jeden Messetages unkompliziert und kostenfrei spenden. Das rettet genießbare Nahrung vor der Mülltonne und hilft gleichzeitig sozialen Einrichtungen in der Region.
Gleichzeitig geht die erfolgreiche Partnerschaft mit Trash Galore in das dritte Jahr – und das mit einer wichtigen Erweiterung. Konnte man bislang nur Materialien von messeeigenen Eventflächen retten, dürfen künftig auch alle externen Aussteller ihre übrig gebliebenen Standbaumaterialien spenden. Dass sich das lohnt, zeigt die Bilanz des Vorjahres: Sensationelle 2.260 Kilogramm Material wurden vor der Vernichtung bewahrt und an sechs regionale Recyclingwerkstätten und soziale Projekte vermittelt. Trash Galore beziffert die CO₂-Einsparung durch diese Wiederverwendung auf stolze 5.000 Kilogramm!
Dauerhafte Öko-Projekte: Der gamescom forest wächst weiter
Auch die bekannten, langfristigen Klimaschutzmaßnahmen laufen auf Hochtouren weiter. Neben der CO₂-Vermeidung und -Kompensation durch die Veranstalter selbst und freiwilligen Beiträgen der Aussteller über ClimatePartner sind vor allem die Green Tickets ein voller Erfolg. Im vergangenen Jahr wurden über 12.500 dieser umweltfreundlichen Tickets an die Community verkauft – ein starkes Plus von rund 20 Prozent! Dank eurer Unterstützung ist der eigene gamescom forest mittlerweile auf eine stattliche Größe von rund 33.500 Quadratmetern angewachsen. Wer möchte, kann das Wiederaufforstungsprojekt übrigens das ganze Jahr über mit Direktspenden unterstützen.
Gaming for Democracy: Erstes Games Done Quick in Europa
Ein absolutes Highlight für Strategen und Speedrunner: Das weltbekannte Charity-Event Games Done Quick (GDQ) findet im Rahmen der Messe erstmals überhaupt in Europa statt! Vom 28. bis 30. August 2026 wird an drei Tagen nonstop live gezockt, um Spenden für die Initiative „Gaming for Democracy“ zu sammeln. Das Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Digitale Spielekultur und der Bertelsmann Stiftung nutzt die Gaming-Kultur gezielt, um demokratische Werte und soziales Engagement in unserer Gesellschaft zu stärken.
Wann geht es los? Der offizielle Fahrplan
Damit du keinen Termin verpasst, haben wir hier die Übersicht der anstehenden Events in Köln und weltweit für dich:
- gamescom dev (Entwicklerkonferenz): 23. bis 25. August 2026
- gamescom Opening Night Live (Die große Eröffnungsshow): Abend des 25. August 2026
- Hauptveranstaltung (Köln): 26. bis 30. August 2026
- gamescom asia x Thailand Game Show (Bangkok): 29. Oktober bis 1. November 2026
- gamescom lan (Köln): 19. bis 21. Februar 2027
- gamescom latam (São Paulo, Brasilien): Im Laufe des Jahres 2027
Weitere tiefergehende Details zu den Inklusionsprojekten findest du auf der offiziellen Seite zu gamescom cares sowie direkt im Leitfaden mit den Informationen zur Barrierefreiheit. Alle allgemeinen Ticket-Optionen und Aussteller-News gibt es wie gewohnt auf www.gamescom.global.





