Where Winds Meet — Gamescom-Hands-On zum Wuxia-Epos

Where Winds Meet exklusiv angespielt: Unser Gamescom-Fazit zum Open-World-Wuxia-Epos

TL;DR: Alles Wichtige auf einen Blick

  • Meilenstein & Award: Über 100 Millionen registrierte Spieler plattformübergreifend und Gewinner des Gamescom Awards für „Best Mobile Game“.
  • Unser Hands-On: Wir haben das Spiel am B2B-Stand von NetEase ausführlich angespielt. Erwartet ein forderndes Kampfsystem mit Soulslike-Anleihen – Button-Mashing führt hier schnell zum Game Over!
  • Drunken Master Action: Die Martial-Arts-Legende Yuen Woo-ping (bekannt aus Matrix und Tiger & Dragon) choreografiert den genialen „Bamboo Cut – Draught“-Kampfstil.
  • Gigantische Content-Roadmap: Die aktuelle „Hidden Mountain“-Trilogie bringt riesige Gebiete, mechanische Labyrinthe und epische Bosskämpfe.
  • Sandbox satt: Neben der Story gibt es einen Extraction-Modus, Solo-Horror im Reflection Temple, tiefgreifendes Housing und sogar Stealth-Missionen als getarnte Spionage-Gans.
  • Plattformen & faires F2P: Cross-Play und Cross-Progression für PC, PS5, Xbox Series X|S (inkl. Game Pass) und Mobile. Finanziert wird das Spiel rein über kosmetische Items, Pay-to-Win gibt es nicht.

Direkt von der Messe: Unsere Eindrücke aus der Wuxia-Punk-Welt

Wenn ein Spiel schon vor dem offiziellen Launch die unglaubliche Marke von 100 Millionen registrierten Spielern durchbricht, müssen wir natürlich genauer hinsehen. Wir waren für euch auf der Gamescom unterwegs und haben uns am Business-Stand von NetEase Games in Halle 4.2 die neueste Version von Where Winds Meet geschnappt. Schon die öffentliche Präsenz in Halle 7.1 war ein absoluter Hingucker: Eine begehbare Nachbildung des „Ghostlight Market“, beeindruckende Wuxia-Cosplayer und eine abgefahrene „Wuxia-Punk“-Bühnenshow mit Robotern haben perfekt gezeigt, wie das Spiel historisches Kampfsport-Setting mit der faszinierenden Maschinentechnologie der Mohisten verschmilzt. Den Gamescom Award als „Best Mobile Game“ gab es für die Entwickler von Everstone Studio absolut verdient obendrauf.

Knallhartes Soulslike-Kampfsystem statt Button-Mashing

Als wir den Controller endlich selbst in die Hand nehmen durften, wurde schnell klar: Dieses Action-Rollenspiel verzeiht keine Fehler. Wer kopflos in die Feinde stürmt, beißt sofort ins Gras. Die Gefechte erfordern ein extrem diszipliniertes Vorgehen. Du musst die Bewegungen und Angriffsanimationen deiner Gegner genau studieren, um im perfekten Millisekunden-Fenster zu parieren. Ein erfolgreicher Block unterbricht nicht nur die feindlichen Kombos, sondern zerstört auch den Haltungsbalken der Kontrahenten, was dir die Tür für kritische Finisher öffnet.

Ein absolutes Highlight unseres Hands-ons war der brandneue Kampfkunst-Pfad „Bamboo Cut – Draught“, der offensichtlich als liebevolle Hommage an Jackie Chans Drunken Master dient. Kein Geringerer als Yuen Woo-ping, der legendäre Action-Choreograf hinter Hollywood-Größen wie Matrix, hat hierbei als Berater mitgewirkt. Du taumelst scheinbar unkontrolliert über das Schlachtfeld, weichst elegant aus und gehst nahtlos in wuchtige Körperschläge über. Mit einer aufgeladenen „verbotenen Technik“ durchbrichst du schließlich feindliche Schilde und startest kinoreif inszenierte Quick-Time-Events, die sich unfassbar befriedigend in den Kampffluss einfügen.

Epische Bosskämpfe und Luftschlachten

Den Schlusspunkt unserer Demo bildete das Duell gegen die Boss-Gegnerin Qianye – die Drahtzieherin, die das Heimatdorf unseres Protagonisten auf dem Gewissen hat. Der Kampf verlangt ständige Bewegung, um ihren gigantischen Flächenangriffen zu entgehen. Du wartest auf das winzige Zeitfenster nach ihren schweren Attacken, um selbst Schaden auszuteilen.

Doch Where Winds Meet beschränkt sich nicht nur auf Kämpfe am Boden. In einer atemberaubenden Sequenz ritten wir auf einem vogelähnlichen Fabelwesen durch enge Gebirgsschluchten, wichen Hindernissen aus und feuerten mit dem Bogen gezielte Qi-Projektile auf fliegende Verfolger ab. Solche Momente zeigen erst richtig, wie wunderschön und abwechslungsreich die Spielwelt mit ihren Kirschblütenwäldern, Pagoden und gewaltigen mechanischen Aufzügen gestaltet ist.

Cross-Play, Plattformen und ein lobenswertes Free-to-Play-Modell

Die gigantische Spielerzahl kommt nicht von ungefähr. Das Ökosystem ist auf langfristigen Cross-Platform-Spaß ausgelegt. Du kannst deinen Fortschritt nahtlos zwischen PC, Xbox Series X|S, PS5 und deinem Smartphone hin und her wechseln. Auf dem PC glänzt der Titel mit Raytracing und unbegrenzten Bildraten, während Konsolenspieler sich über dynamisches Upscaling und optimierte HDR-Profile freuen. Xbox-Besitzer können zudem direkt über den Game Pass loslegen.

Besonders erfreulich ist der Ansatz bei der Monetarisierung: Sämtliche Gameplay-Inhalte, Dungeons, Regionen und Kampfstile sind völlig kostenlos zugänglich. Das Spiel finanziert sich ausschließlich über kosmetische Outfits, Accessoires und schicke Möbel für dein virtuelles Eigenheim. Auf nervige Charakter-Gacha-Systeme oder Pay-to-Win-Mechaniken wurde komplett verzichtet.

Die „Hidden Mountain“-Trilogie: Enormer Content-Nachschub

Das Spiel entwickelt sich durch massive Inhalts-Updates stetig weiter. Die aktuelle „Hidden Mountain“-Erweiterung ist in drei große Kapitel unterteilt:

  • Kapitel 1 (Mohist Hill): Ein gigantisches, vertikales Gebirge mit 14 Subzonen, über zehn neuen Bossen und einer frischen Faustkampf-Disziplin.
  • Kapitel 2 (Heaven’s Threshold): Führt dich in schwindelerregende Höhen zu antiken Observatorien. Hier stellst du dich gigantischen Weltbossen wie dem „Inkpincer Scorpion“, bei dem du gezielt schwache Gelenke attackieren musst. Außerdem wartet das „Evershift Labyrinth“ auf dich – ein rotierender Dungeon aus riesigen Holzzahnrädern.
  • Kapitel 3 (Grand Finale): Der narrative Höhepunkt in der Bergfestung der Mohisten gipfelt im finalen Showdown gegen Qianye und bringt weitere Feldbosse in die offene Wildnis.

Sandbox-Vielfalt: Von Extraktions-Missionen bis zur Spionage-Gans

Abseits der epischen Story-Quests entpuppt sich das Spiel als absolute Sandbox-Wundertüte. Im neuen Extraction Mode schleichst du im PvPvE-Stil durch umkämpfte Gebiete, sicherst seltene Relikte und musst rechtzeitig den Extraktionspunkt erreichen, bevor dich andere Spieler oder KI-Wachen erwischen.

Wer auf Grusel steht, wagt sich in den Reflection Temple. Dieser Solo-Horror-Modus konfrontiert dich mit fieser chinesischer Folklore. Du musst strikte rituelle Regeln einhalten – brichst du ein Tabu, jagen dich übernatürliche Wesen erbarmungslos durch den Schrein.

Deutlich entspannter geht es im Housing-System Blissful Retreat zu. Du baust dein zerstörtes Heimatdorf wieder auf, betreibst Landwirtschaft, rekrutierst NPCs für Gasthäuser und kümmerst dich um deine Haustiere. Apropos Haustiere: Du kannst Katzen und Gänse dressieren und einkleiden. Unser absoluter Favorit ist die Spaß-Mission „Phantom Thief Goose“, in der du wortwörtlich in die Federn einer getarnten Gans schlüpfst und feindliche Lager schnatternd infiltrierst. Besser geht es kaum!

Where Winds Meet — Gamescom-Hands-On zum Wuxia-Epos

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