Ein Soulsvania mit Anspruch

Knackiges Metroidvania voraus: Auf der Gamescom vermittelte Grime 2 von Clover Bite sofort, dass es mehr als „nur“ klassisches Metroidvania ist. Das Team spricht bewusst von Soulsvania: präzises Timing, Absorption/Grasp‑Mechaniken und die clevere Nutzung der Umgebung stehen im Mittelpunkt.

Neuer Gameplay‑Trailer

Der aktuelle Trailer zeigt Fähigkeiten, Waffen und Mold‑Beschwörungen und gibt Einblicke in die neue Welt.

Erster Eindruck – fordernd, fokussiert, eigen

Schon die ersten Minuten machen klar: Das Kampfsystem verlangt sauberes Timing und belohnt saubere Reads. Der markante, materialbetonte Artstyle und die surrealen Setpieces erzeugen eine unverwechselbare Atmosphäre – vertraut im Genre, aber mit eigener Note.

Kernsysteme

  • Mold‑System: Besiegte Gegner werden als Molds absorbiert und ins Loadout eingebunden – von Kurzdistanz‑Stichen und Projektilen bis zu Beschwörungen oder Utility‑Effekten (Betäuben, Wegstoßen). So entstehen situative Builds für Crowd‑Control, präzise Rätselhilfen oder Boss‑Phasen.
  • Parry & Grasp: Hand‑Tendrils kontern Angriffe oder ziehen Widersacher heran, um sie zu absorbieren und neue Formen zu erlernen. Timing bleibt die zentrale Ressource.
  • Environmental Combat: Fallen auslösen, Gegner in Gefahren schleudern, Höhenvorteile nutzen – die Levelgeometrie ist Werkzeug, nicht Kulisse.
  • RPG‑Builds: Ein umfangreicher Skilltree kombiniert mit Mold‑Setups, Waffen und Fähigkeiten erlaubt deutlich individuellere Spielstile als im typischen Metroidvania.

Welt & Progression

Die neue Region im Grime‑Universum wirkt bizarr und haptisch – Orte aus „lackierten Nägeln“ oder „riesigen Vasen“, belebt durch Kulturen und Charaktere. Erkundung verzahnt Levelarchitektur und Gegnerdesign spürbar; Shortcuts und optionale Pfade belohnen Neugier.

Das Ergebnis ist ein fordernder, aber fair lesbarer Mix, der das Soulsvania‑Versprechen mit systemischer Tiefe stützt.

Fazit – Soulsvania mit Systemtiefe

Grime 2 verbindet präzises Parieren und Absorbieren mit flexiblen Builds und echter Umweltinteraktion. Wer harte, lesbare Kämpfe und experimentierfreudige Loadouts mag, sollte das Spiel im Blick behalten.

Tobias Kuder

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