Call of the Elder Gods – Lovecraft-Puzzle mit Gänsehaut-Faktor
Out of the Blue Games und Publisher Kwalee schicken dich mit Call of the Elder Gods zurück in eine Welt, die nach Call of the Sea lange nachhallte. Mehr Figurenfokus, feinere Rätselabstufung und eine Präsentation, die dank Unreal Engine 5 richtig Atmosphäre schiebt – ich bin heiß auf mehr.
TL;DR – Das Wichtigste in kurz
- Sequel mit Zeitprung: Spielt 30 Jahre nach Call of the Sea.
- Zwei Perspektiven: Du wechselst zwischen Harry Everhart und Evangeline Drayton – das bringt Abwechslung in Rätsel und Erzählung.
- Flexibler Anspruch: Community-Feedback floss ein; die Knobeleien sind zugänglicher, ohne Purist:innen zu verprellen.
- Starke Stimmen: Yuri Lowenthal (Harry) und Cissy Jones (Evangeline) tragen die Atmosphäre.
- Lovecraft-Vibes: Deutliche Einflüsse, besonders von The Shadow Out of Time.
- Technik & Look: Detaillierte Schauplätze in Unreal Engine 5, intensiv inszeniert.
- Status: Kein fester Releasetermin kommuniziert.
Wiedereinstieg mit vertrautem Gefühl
Vom ersten Schritt an wirkt die Demo vertraut: bekannte Gesichter, vertraute Tonalität, dieselbe ruhige Erzählhaltung – nur spürbar verfeinert. Die Schauplätze sind liebevoll ausgestaltet und setzen die Stärken des Vorgängers fort, während die Unreal Engine 5 den Kulissen zusätzlichen Glanz verleiht.
Spielerisch bleibt die DNA erhalten, doch der Wechsel zwischen Harry und Evangeline sorgt für neue Blickwinkel in Puzzles und Story. In meiner Session konnte ich fließend umschalten – das macht die Knobeleien vielseitiger und die Figurenbeziehungen greifbarer.
Clever knobeln – ohne Hürdenfrust
Die Entwickler:innen haben sichtlich auf Feedback gehört: Der Schwierigkeitsgrad wirkt flexibler, Einsteiger:innen kommen besser rein, während Tüftelfans weiterhin auf ihre Kosten kommen. In der gamescom-Demo war die Palette breit gefächert – kreativ, fair und mit Aha-Momenten, die motivieren statt zu blockieren.
30 Jahre später: Visionen, Artefakt, Unaussprechliches
Erzählerisch setzt Call of the Elder Gods drei Jahrzehnte nach den Ereignissen von Call of the Sea an. Harry, inzwischen Professor, trifft auf Evangeline, deren Visionen alles andere als Zufall sind. Ein Artefakt führt beide auf eine Spur, die über das Vorstellbare hinausreicht – ganz in der Tradition von Lovecraft, mit klaren Anleihen an The Shadow Out of Time.
Präsentation und Sprecher: Atmosphäre, die trägt
Die Inszenierung sitzt: Yuri Lowenthal verleiht Harry Souveränität und Wärme, während Cissy Jones Evangeline überzeugend zwischen Verletzlichkeit und Entschlossenheit balancieren lässt. Zusammen mit der audiovisuellen Gestaltung entsteht dieses dichte Gefühl von Mysterium, das die Serie so auszeichnet.
Mein Eindruck nach der Demo: Das Zusammenspiel aus Stimmen, Bildsprache und Sounddesign zieht sofort rein – hier passt die Tonlage.
Vorläufiges Fazit – genau die richtige Dosis kosmischer Schrecken
Call of the Elder Gods wirkt wie die konsequente Weiterentwicklung von Call of the Sea: vertraute Stärken, mehr erzählerische Tiefe durch zwei Protagonist:innen und Rätsel, die smarter leiten, ohne zu vereinfachen. Ein fester Termin steht noch aus, aber mein Bauchgefühl nach der gamescom 2025 sagt: Das wird ein richtig starkes, storygetriebenes Puzzle-Adventure. Bis dahin lege ich mir den Vorgänger nochmal auf – Vorfreude-Boost inklusive.





